Archiv 2013

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In diesem Beitrag haben wir die Artikel aus 2013 gesammelt, die zuvor auf der alten Homepage-Startseite veröffentlicht waren.

Infoveranstaltung für Eltern schulpflichtiger Kinder in Lünen (27.11.2013)

Am Montag, 25.11.2013, fand die Infoveranstaltung für Eltern mit schulpflichtigen Kindern in Lünen im Bürgerhaus Lünen-Horstmar statt. Nach der Vorstellungsrunde der knapp 20 Teilnehmer wurden von Veranstalterseite zunächst die Rechte und Pflichten von Eltern im Schulalltag beleuchtet und hinterfragt. Bereits hier war aus Reihen der Veranstaltungsteilnehmer bei einigen Punkten ein „Aha!“ zu hören, denn Vieles war den anwesenden Eltern nicht bekannt. Im Anschluss daran wurde den Eltern vermittelt, was sie für die Schulausbildung ihrer Kinder alles zahlen müssen und was nicht. Schon während des Vortrags setzte eine rege Diskussion ein. Ob beim Thema Lernmittel, Kopiergeld, den Kosten für Schülerfahrkarten oder der Einführung eines grafikfähigen Taschenrechners (GTR). Alles kam auf den Prüfstand und das Gehörte wurde förmlich aufgesogen. Nach drei Stunden war die kurzweilige Veranstaltung zu Ende und die Vertreter der SSPL stellten fest, dass viele Eltern nicht immer wissen, was sie zu leisten haben und was nicht. Anbei befinden sich die Präsentationen zum Nachlesen im .pdf-Format.

Elternseminar

Vortrag 25.11.2013

Nachtrag zum Thema „Datenschutz an Schulen“ (13.11.2013)

Nachdem bereits in der vergangenen Woche über das Thema „Datenschutz an Schulen“ auf dieser Seite und in der örtlichen Presse berichtet wurde, möchten wir die Korrespondenz aus einem ähnlich gelagerten Fall – geschehen in Ostwestfalen -nicht vernachlässigen und der breiten Öffentlichkeit zur eigenen Meinungsbildung zur Verfügung stellen. Dabei ist die zeitliche Reihenfolge der Anschreiben beibehalten worden.

Hintergrund: In einer Stadt möchten Elternvertreter eine Stadtschulpflegschaft gründen. Dies können sie nur, wenn sie die Schulpflegschaftsvertreter direkt ansprechen können. Viele Schulen geben jedoch die Daten nicht weiter und berufen sich hier auf das Datenschutzgesetz.

1. Der LER-NRW, die LEK-NRW, die Kreisschulpflegschaft Gütersloh und der Stadtelternrat Bielefeld lassen sich juristisch unter dem Aspekt des Schul- wie Datenschutzrechtes rechtsanwaltlich beraten. (Antwortschreiben RA vom 10.03.2009) » Nicht mehr online.

2. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung wird vom LER-NRW um Stellungnahme gebeten. (Anschreiben vom 09.03.2009) » Anfrage Datenschutz

3. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung nimmt Stellung zu den Fragen des LER-NRW. (Antwortschreiben vom 30.03.2009) » Nicht mehr online.

4. Stellungnahme des Stadtelternrates Bielefeld (Anschreiben von März 2009) » Edinger Datenschutz Stellungnahme

ProfilSchule Lünen jetzt stimmberechtigt – Neuwahlen wurden ausgesetzt! (12.11.2013)

Bei der am heutigen Abend durchgeführten 22. Mitgliederversammlung der Stadtschulpflegschaft Lünen (SSPL) gab es sowohl Hochs als auch einige Tiefs. Als Hoch konnte die Entscheidung der Schulpflegschaft der ProfilSchule Lünen bewertet werden, sich der Arbeit der SSPL aktiv anzuschließen. Damit wächst die Zahl aktiv tätiger Mitglieder der SSPL auf 19 an und wir sagen herzlich willkommen ProfilSchule Lünen!

Um 19:00 Uhr begrüßte der 1. Vorsitzende der SSPL, Walter Jaworek, die Anwesenden und stieg anschließend in das Tagesgeschäft mit der Vorstellung des Tätigkeitsberichtes ein. Bereits dort wurde klar, dass sich die Arbeit der Stadtschulpflegschaft nicht so leicht darstellt wie allgemein angenommen. Viele Steine werden dem Vorstand von unterschiedlichen Seiten zur Erreichung der von der Mitgliederversammlung in Auftrag gegebenen und angestrebten Ziele in den Weg gelegt. Das war für die Anwesenden nicht nachvollziehbar und erzeugte ein ungläubiges Kopfschütteln.

Mitgliederversammlung

Vertrauensvolle Zusammenarbeit sieht anders aus!

Nachdem die Schulverwaltung in der Vergangenheit immer wieder in der Öffentlichkeit betont hatte, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadtschulpflegschaft Lünen pflegen zu wollen, passt ein internes Anschreiben an die Lüner Schulen und Mitarbeiter der Schulverwaltung unmittelbar vor den Herbstferien nicht so recht in dieses gezeichnete Bild. Mit dem Hinweis auf einen Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen verbietet die Schulverwaltung den Schulen praktisch die Weitergabe der persönlichen Kontaktdaten der Schulpflegschaftsvorsitzenden an die Stadtschulpflegschaft. Dies ist nicht nur starker Tobak sondern erzeugt auch den Eindruck, dass man ein nach § 72 Abs. 4 SchulG erlaubtes und demokratisch gewähltes Gremium mit dieser Aktion klein halten bzw. deren Arbeit be- oder ganz verhindern möchte. Auf Grund welcher Rechtsgrundlage es sich eine Schulverwaltung anmaßt, diese interne Anweisung an die Schulen weiterzugeben, kann sicherlich nur die Schulverwaltung selbst beantworten. Es lässt aber Vermutungen zu, die sich an Auseinandersetzungen zwischen SSPL und Schulverwaltung in jüngster Vergangenheit anlehnen. Wenn eine Schulverwaltung die Bildung einer Elternpflegschaft auf Stadtebene und damit die Ausübung von Demokratie mit diesen Mitteln verhindern will, erinnert das schon an – zum Glück – längst vergangene Zeiten. Bei der SSPL ist das Fass der Erträglichkeiten bereits übergelaufen und man wundert sich nur noch über die Art und Weise, wie diese Schulverwaltung mit gesetzlich verankerten und demokratisch gewählten Gremien umgeht. Bereits in 2009 hat das Schulministerium NRW zur Weitergabe von persönlichen Daten der Schulpflegschaftsvorsitzenden an örtliche und überörtlich agierende Elternvertretungen Stellung bezogen und festgestellt, dass sie in keinster Weise – wie von der Lüner Schulverwaltung fälschlicher Weise behauptet und verbreitet – dem Datenschutzgesetz entgegen stehen. Dort heißt es wörtlich: “ […] Wenn sich in einer Stadt oder einem Kreis Elternvertreter zu einer Stadt- oder Kreisschulpflegschaft zusammenschließen wollen oder ein vom Land anerkannter Elternverband Kontakt zu den gewählten Elternvertretern vor Ort aufnehmen will, braucht er hierfür die personenbezogenen Daten der Schulpflegschaftsvorsitzenden und ihrer Vertretungen. Sonst können keine Sitzungen einberufen oder Termine und Meinungen koordiniert werden. Deshalb ist die Übermittlung dieser Daten an diese Elternvertreter oder diesen Landesverband grundsätzlich zulässig. […] Wenn die Schulleitung allerdings mit dem Datentransfer einverstanden ist, ist es – im Gegensatz zur Weitergabe von Klassenlisten an die Klassenpflegschaftsvorsitzenden – aus datenschutzrechtlicher Sicht hinnehmbar, wenn eine entsprechende Datenübermittlung ohne Einwilligung der Betroffenen zum Zwecke des örtlichen oder überörtlichen Zusammenwirkens gegenüber dem Schulträger oder der Schulaufsicht erfolgt. […]“. Das ganze Antwortschreiben des Schulministeriums sowie eine Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt für Schulrecht können Sie über diese Verlinkungen auf der Homepage der Landeselternrat der Gesamtschulen NRW e.V. nachlesen.

Datenschutz an Schulen » Nicht mehr online.

Rechtsberatung eines Rechtsanwalts für Schulrecht » Nicht mehr online.

SSPL sieht Rechtsbruch bestätigt

Während die Schulverwaltung bei der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport am 24. September lediglich ein Gedächtnisprotokoll eines Telefonates und eine Email als Korrespondenz mit dem Schulministerium vorweisen konnte, punktete die SSPL mit einem offiziellen Schreiben des Ministeriums für Bildung und Sport, das die Vorgehensweise der Lüner Schulverwaltung in der Frage der Lernmittelbeschaffung als nicht zulässig ausweist. Obwohl sich keiner der anwesenden politischen Vertreter merklich noch einmal mit dem Thema auseinander setzen wollte, gab es dennoch sehr kritische Fragen an die Schulverwaltung, die letztlich die 15%ige Vorabkürzung des eigenen Budgets für die Lernmittelbeschaffung bestätigte. Bei der Beantwortung einiger Fragen machte die Schulverwaltung nicht unbedingt einen souveränen Eindruck. Geradezu ins Schwimmen gerieten die Verwaltungsvertreter, als die Frage zu Schulbuchnachbestellungen kam und man dann eingestehen musste, dass es dafür nicht immer den bereits im Vorfeld vom Budget der Stadt abgezogenen 15%igen Rabatt geben würde.

SSPL sieht Rechtsbruch bestaetigt

Lernmittel – Wie es sein sollte und wie nicht!

An Hand von zwei Beispielen ist über den unten stehenden Link dargestellt, wie die Lernmittelverordnung richtig umgesetzt und den Schülerinnen und Schülern die Ausstattung mit ausreichenden Lernmitteln gewährleistet wird. Eine Stadt kann sich nicht einfach darauf berufen, den ihr zustehenden 15%igen Mengenrabatt von ihrem zu zahlenden Anteil abzuziehen. Der Schulträger dürfe von den in der Verordnung genannten Aufwendungen nur dann nach unten abweichen, wenn geringere Beträge für eine auskömmliche Ausstattung mit Lernmitteln ausreichten.

Berechnung Lernmittel

SSPL sieht „glatten Rechtsbruch“ bei der pauschalen Kürzung der Aufwendungen für Lernmittel durch die Stadt Lünen

Die pauschale Kürzung der Lernmittel um 15% durch die Stadt Lünen sieht die Stadtschulpflegschaft als „glatten Rechtsbruch“ an. In einer Gegendarstellung zu einem Schreiben vom 27. Mai 2013 des Schuldezernenten der Stadt Lünen , Herrn Müller-Bass, an einen – trotz Nachfrage – uns nicht bekannten Empfängerkreis, erläutert die SSPL nun in einem offenen Brief an alle Schulleiter, Schulpflegschafts- vorsitzende, Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Lünen, allen Lüner Parteien und Wählergemeinschaften sowie der örtlichen Presse ihren Standpunkt und den des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW.

Pressemitteilung der SSPL

Offener Brief

Zweiter Anlauf in Sachen Sekundarschule erst 2015/16

Wie heute durch den Schuldezernenten der Stadt Lünen bekannt gegeben wurde, startet eine mögliche Sekundarschule in Lünen-Brambauer zum Schuljahr 2015/16 einen zweiten und dann wohl entscheidenden Versuch – so sieht es der Vorschlag der Verwaltung vor, der an die Politik gerichtet werden soll. 75 Kinder sind für die Errichtung einer Sekundarschule im ersten Anlauf nötig. Beim ersten Versuch für das Schuljahr 2013/14 hatten sich lediglich Eltern von 54 Kindern für die Einrichtung dieser neuen Schulform entschieden. Entscheidend wird sein, wie die Schulverwaltung es schaffen will, die Eltern in Brambauer von der neuen Schulform zu überzeugen. Derzeit gibt es darüber noch keine Erfahrungswerte und Neues ist bekanntlich auch nicht immer gleich besser. Allerdings hat man sich jetzt einen Zeitpuffer eingerichtet, um u.a. aus anderen Städten mit Sekundarschulen Erfahrungen abgreifen und dort aufgetretene Problemfelder bei der Umsetzung in Lünen abstellen zu können. Eine weitere und mitunter höhere Hürde für eine Sekundarschule ist aber, dass die benötigten 75 Kinder nicht nur für das erste, sondern auch für vier weitere Jahre erreicht werden müssen, da die Sekundarschule eine fünfjährige Stabilität gewährleisten muss. Erst danach können Ausnahmen einer Reduzierung der Mindeststärken unter gewissen Voraussetzungen greifen. Bis dahin gelten allerdings noch die Voraussetzung aus § 82 Abs. 1 SchulG NRW „Mindestgrößen von Schulen.

Können Stadt und Land bei den Finanzmitteln der Schulen sparen?

Können Stadt und Land bei den Finanzmitteln für die Schulen sparen? In der letzten Mitgliederversammlung der Stadtschulpflegschaft Lünen, stieß diese Frage auf großes Interesse bei den Eltern, wie ihr 1. Vorsitzender, Walter Jaworek, jetzt berichtet.

In der Versammlung, die Ende April in der Grundschule Am Heikenberg in Alstedde stattfand, stellte zuvor der für Lünen zuständige Jugendkontaktbeamte der Polizei, Herr Peter Feldmann, seine Arbeit vor. Zusammen mit seiner Kollegin, Frau Sandra Heimwerker, sei er Ansprechpartner bei der Bekämpfung und Verhütung von Jugendkriminalität an den Lüner Schulen. An den weiterführenden Schulen würden sie neben Diebstählen und Drogendelikten vor allem bei Mobbing-Fällen gerufen.

Nach einer einstimmig beschlossenen Satzungsänderung und dem Bericht des Vorstandes über ein Gespräch mit der Schulverwaltung stand sodann die finanzielle Ausstattung des Schulwesens im Mittelpunkt der Diskussionen.

Die versammelten Elternvertreter zeigten sich besorgt, dass die Kürzung der Mittel für den Vertretungsunterricht (die RN berichtete) die Folgen der Unterrichtsausfälle verschlimmere. Rudi Fröhlich, Elternvertreter von der Heinrich-Bußmann-Hauptschule: „Bevor das Land fehlende Lehrstellen bemängelt, sollte es zuerst die Unterrichtsversorgung und eine solide Schulausbildung sicherstellen.“

Können Stadt und Land bei den Finanzmitteln für die Schulen sparen?

Lernmittelbudget – Brief an das Ministerium

Die Stadtschulpflegschaft Lünen hält die Regelung der einseitigen Vorwegkürzung um 15% beim Lernmittelbudget für nicht Rechtens. Trotz vieler Diskussionen und Gespräche in der jüngsten Vergangenheit kam es bei diesem Thema zu keiner zufriedenstellenden Lösung für die SSPL und der darin organisierten Elternschaft. Für eine eindeutige Klärung soll nun das Ministerium für Schule und Weiterbildung sorgen. Ein Brief der SSPL an das Ministerium beleuchtet die Verfahrensweise der Schulverwaltung und die Sichtweise der Stadtschulpflegschaft Lünen.

Lernmittelbudget der Schulträger für Schulen

21. Mitgliederversammlung am 23. April 2013

Die Stadtschulpflegschaft Lünen lädt zur 21. Mitgliederversammlung am 23. April, 19:00 Uhr,  in die Schule Am Heikenberg, Albert-Schweitzer-Str. 2, 44534 Lünen, sehr herzlich ein. Die Einladung dazu, sowie das Protokoll der letzten Sitzung, findet ihr in den im Anschluss angefügten Links. Der Vorstand der SSPL freut sich über eine rege Teilnahme an dieser Veranstaltung, zumal wieder einige wichtige Themen zu besprechen sind und Informationen an euch weitergegeben werden sollen. Als Gastredner konnten wir die Jugendkontaktbeamten der Polizei Dortmund gewinnen, die ihre Arbeit vorstellen und Fragen dazu sehr gerne beantworten möchten. Den Flyer der Jugendkontaktbeamten findet ihr ebenfalls unter den unten stehenden Links.

Protokoll der 20. Sitzung

Flyer Jugendkontaktbeamten der Polizei Dortmund

 

Inklusion – Ein Thema das nachdenklich macht!

Das Thema Inklusion ist derzeit in aller Munde. In allen öffentlichen Lebensbereichen spricht man davon und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es auch Thema in den Schulen dieses Landes ist. So einfach, wie man es seiner Zeit in Artikel 24 der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verankert hat, ist es dann in der Wirklichkeit offenbar doch nicht. Um welche Probleme es sich dabei handelt, zeichnet der folgende Artikel von „Zeit online“ eindrucksvoll auf.

Behinderte Schüler – Wie viel anders ist normal?

Einsparungen beim Vertretungsunterricht ist kurzsichtige Sparpolitik!

15.04.2013 – Die vom Schulministerium verkündete Kürzung der sogenannten „flexiblen Mittel“ beim Vertretungsunterricht um 25 Millionen Euro, was der Hälfte des Budgets entspricht, ist für die Stadtschulpflegschaft Lünen ein weiterer Beleg für eine kurzsichtige Sparpolitik zulasten der Bildung. Neben versteckten Kürzungen durch die Verhinderung kleiner Schuleingangsklassen, der Zwangsschließung von Förderschulen oder der Streichung der Mittel für Sozialarbeiter an Schulen ist die Kürzung beim Vertretungsunterricht ein Schlag ins Gesicht für jede Lehrkraft und jedes schulpflichtige Kind, das einen Anspruch auf eine angemessene und gute Schulbildung haben muss. Bereits jetzt ist die Vertretungslage an nordrhein-westfälischen Schulen mehr als angespannt. Dieser neuerliche Sparvorstoß der rot-grünen Landesregierung schüttet weiteres Öl ins Feuer und wird dem derzeitigem Lehrpersonal noch mehr Vertretungsstunden und damit verbunden, noch mehr Belastungen aufs Auge drücken. Angesichts dieses Vorgehens entpuppt sich das gerade vom Schulministerium immer wieder zu hörende Versprechen, dass kein Kind zurückgelassen werden soll, als inhaltsleere Phrase. Eine „verlässliche Schule“ – wie es sich das Land erträumt – kann ohne eine solide Basis nicht umgesetzt werden und dafür müssen genügend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Vor dem Hintergrund der am 18. März über die Staatskanzlei des Landes NRW veröffentlichten Mitteilung, dass neben Investitionen in die Zukunft des Landes – insbesondere in Bildung, Vorbeugung, Familien und Kommunen – und der Erhöhung von Einnahmen, für die Landesregierung gezielte Sparanstrengungen zu einer Haushaltspolitik der Verantwortung gehören, sehen diese Kürzungen unüberlegt und nach „der Rasenmäher-Methode“ vollzogen aus. Oder sollen hier lediglich die Gelder zur Zahlung der Altlasten der WestLB-Pleite zusammengekratzt werden?

Sekundarschule nüchtern betrachtet!

Ab Montag, 04.02.2013, entscheiden die Eltern, ob es in Lünen in Zukunft eine Sekundarschule – gebildet aus der Realschule Lünen-Brambauer und der ProfilSchuleLünen – geben wird. Nachdem der Rat der Stadt Lünen und die Bezirksregierung Arnsberg grünes Licht für dieses Projekt gegeben haben, sind nun die Eltern an der Reihe. Insgesamt benötigt diese neue Schulform mindestens 75 Anmeldungen. Unter diesen Voraussetzungen wird es ab dem Schuljahr 2013/14  dann keine Eingangsklassen mehr für die Realschule Lünen-Brambauer sowie die ProfilSchuleLünen geben. Doch was ist eigentlich eine Sekundarschule? Sie ist eine neue Schulform der Sekundarstufe I und umfasst die Klassen 5 bis 10. In erster Linie steht das längere gemeinsame Lernen im Vordergrund. Ziel ist, das jedes Kind individuell in seiner Lern- und Persönlichkeitsentwicklung unterstützt wird und dabei den bestmöglichen Schulabschluss erreichen soll und gleichzeitig – entsprechend den persönlichen Fähigkeiten, Wünschen und Interessen – ein Schulanschluss gelingt. Ganz nüchtern betrachtet, werden durch diese Schulform schwächere Schüler gefördert. Wie bei allen Dingen des täglichen Lebens, gibt es sicherlich auch bei der Sekundarschule Schattenseiten, die man nicht außer acht lassen darf und denen man – wenn sie frühzeitig erkannt werden – mit entsprechenden Maßnahmen entgegen treten muss.

Fluch und Segen sozialer Netzwerke, denn das Internet vergisst nie!

Aus Sicht der Stadtschulpflegschaft Lünen sollte beim Thema „Nutzung von sozialen Netzwerken“ nicht mit Verboten, sondern mit gezielter Aufklärung reagiert werden. Sinnvoll wäre es, das Thema „Soziale Netzwerke“ in die einschlägigen sozialwissenschaftlichen Curricula der Schulen aufzunehmen. Im Rahmen einer Unterrichtsreihe sollte den Schülerinnen und Schülern der Umgang mit den neuen Medien vermittelt werden. Ein Ergebnis könnte ein „Ehrenkodex für die Nutzung von sozialen Netzwerken“ sein, den die Schüler selber erarbeiten und unterzeichnen. Denn so besteht die Möglichkeit, das die Schülerinnen und Schüler sich mit dem Thema auseinander setzen und die Hintergründe und Risiken ihres Handelns verstehen und erkennen. Eine wichtige Erkenntnis sollte auch sein, dass das Internet nie vergisst!

Hausordnung contra Facebook

Das Lüdinghauser Gymnasium Canisianum will mit einer verschärften Hausordnung gegen Cyber-Mobbing seiner Schülerinnen und Schüler in sozialen Netzwerken vorgehen. Diese geplante Maßnahme hat nicht nur in Lüdinghausen für Aufregung gesorgt. Auch in Lünen wird dies u.a. in der örtlichen Presse und auch auf Facebook diskutiert. Auf Nachfrage, wie er die Sachlage einschätze, gab der 1. Vorsitzende der SSPL, Walter Jaworek, folgendes Statement dazu ab. Die SSPL wird bei der Vorstandssitzung am 22. Januar dieses Thema auf seiner Agenda haben. Walter Jaworek ist allerdings zwiegespalten, ob ein generelles Verbot  von Einträgen zur eigenen Schule und den Schülern der richtige Weg sei. Er plädiere für eine bessere Aufklärung der Schülerinnen und Schüler, welche Auswirkungen negative Einträge haben können. Er favorisiert in diesem Zusammenhang eine schulinterne Plattform, die sich diesem Thema annimmt, um dort über Probleme zu sprechen oder ggf. andere Lösungswege aufzuzeigen. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben,  dass die weiterführenden Schulen in Lünen bereits seit längerer Zeit die unterschiedlichsten Maßnahmen ergriffen haben, um dem Trend des Cyber-Mobbings entgegen zu treten.

2013 – Ein Jahr des Handelns!

Das neue Jahr ist noch frisch und das Ende der Weihnachtsferien naht. Grund genug, bereits jetzt wieder den Fokus auf die vor uns liegenden Aufgaben zu richten, denn 2013 soll für uns ein Jahr des Handelns werden. Dazu müssen wir unsere Stärken bündeln, unsere Meinungen und Standpunkte klar definieren aber auch einmal Finger in Wunden legen dürfen, wenn es nötig erscheint. Als eine der größten Interessenvertretungen dieser Stadt haben wir nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht dazu. Lassen Sie uns 2013 zu einem erfolgreichen Jahr für die Stadtschulpflegschaft Lünen und damit für alle am Komplex Schule beteiligten Personen gestalten.
Ihr Walter Jaworek

Von |16. Februar 2017|Archiv (vor 2016), SSPL|Kommentare deaktiviert für Archiv 2013